September 15

Kommunikations- & Unterhaltungs-Medien in der Notfallversorgung

Nutze ein Transistorradio in einer Notfallsituation

Mittlerweile gehören technische Geräte einfach zu unserem Leben, ebenso wie diverse Unterhaltungsmedien, die dazu dienen, uns die Zeit zu vertreiben. Ganz ehrlich: Selbst dann, wenn die grundsätzliche Versorgung zusammenbricht, wirst du dich sicher hin und wieder nach ein bisschen Abwechslung sehnen – und nebenbei auch erfahren wollen, was draußen in der Welt vor sich geht. Darum haben wir hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die genau in diese Richtung gehen.

So erhältst du dir den Draht zur zivilisierten Welt

Vielleicht wird es in der Krisensituation noch Internet geben, aber nur dann, wenn auch genügend Strom dafür bereitsteht. Mit einer PV-Anlage am Haus sicherst du dir immerhin tagsüber genügend Energie, um den Router anzuschmeißen oder das Smartphone aufzuladen. Doch falls auch das World Wide Web zusammenbricht, lohnt es sich, ein traditionelles Empfangsgerät wie das Transistorradio bereitzuhalten.

Damit das Gerät auch wirklich dauerhaft funktioniert, gehört ein ganzer Stapel Ersatzbatterien dazu, schließlich müssen wir annehmen, dass zu diesem Zeitpunkt kein Verlass mehr auf die Netzstromversorgung besteht. Wichtige Nachrichten, Warnmeldungen und vielleicht auch ein bisschen Unterhaltungsmusik werden aller Wahrscheinlichkeit über dein Radio hereinströmen, sodass du immerhin noch einen Draht zur zivilisierten Welt behältst. Natürlich kannst du auch auf ein Solarradio ausweichen: In diesem Fall sind ein zugehöriger Akku und eine Kurbel aber unausweichlich, denn schließlich scheint nicht ständig die Sonne.

Das Thema Strom ist ohnehin ein großer Knackpunkt bei der Krisenvorsorge. Wenn du dich entschließt, einen Generator anzuschaffen, wirst du diesen mit Brennstoff, respektive Benzin oder Diesel, versorgen müssen. Dafür brauchst du dann einen passenden, sicheren Lagerort – und schon bist du in der Lage, technische Kommunikationsgeräte aller Art zu betreiben.

Unterhaltungsspiele, die wenig Platz verbrauchen

Aber jeder weiß: Technik ist beileibe nicht alles! Um die Zeit totzuschlagen, während du auf Informationen von außen wartest, gibt es kaum etwas Besseres als ein solides Kartenspiel. Die Karten sorgen für effektive Zerstreuung, auch in engen Verstecken oder im Außenbereich. Mau-Mau, Einunddreißig, Doppelkopf und Poker bieten nur einen kleinen Ausschnitt möglicher Spielvarianten. Bei einem Poker-Homegame beispielsweise lässt sich in angespannter Lage vielleicht nicht auf alle Details Rücksicht nehmen, doch ein bisschen Spielspaß kann allemal aufkommen. Und Zerstreuung ist insbesondere für besorgte Personen eine willkommene Ablenkung.

So ein Karten-Set nimmt kaum Platz in Anspruch, ebenso wie zum Beispiel ein paar Würfel im Becher oder eine Sammlung von Mini-Brettspielen. Lege dir außerdem einen Stapel Papier und einige Stifte zurecht, um ein paar gute, alte Zettelspiele spielen zu können, wenn du wieder mal für viele Stunden in deinem Versteck festsitzt. Für Käsekästchen benötigst du einen Mitspieler und karierte Blätter, ebenso wie für Schiffe versenken. Galgenmännchen lässt sich am besten mit drei Personen oder mehr spielen, als Grundausrüstung reicht irgendein leeres Stück Papier, egal mit welchem Muster.

Der Spaß sollte auch in einer Notfallsituation nicht zu kurzkommen.

Papier und Stifte nicht vergessen!

Vielleicht möchtest du dich auch künstlerisch ausleben, in diesem Fall dient dir dein Schreibmaterial als passendes Ventil: Fertige Zeichnungen an, schreibe Gedichte und Geschichten oder lege dir ein Tagebuch zu, um deine Story für die Nachwelt festzuhalten – falls es denn eine solche geben wird. Eine Lose-Blatt-Sammlung wäre gerade im letztgenannten Fall nicht besonders ideal, besser also, du besorgst dir ein gebundenes Notizheft oder gleich mehrere davon.

Papier und Stifte können dir übrigens auch dazu dienen, Briefe oder kurze Nachrichten zu schreiben: eine Kommunikationsmöglichkeit, die bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt ist, keinen Strom und keine Technik benötigt, und deshalb äußerst hilfreich sein kann. Mit einem Edding gelingt es dir, schriftliche Informationen auf allen möglichen Gegenständen zu hinterlassen, zum Beispiel wenn du schnell flüchten musst und deine gerade nicht anwesenden Mitstreiter warnen willst.

Strom für unterwegs, um in Kontakt zu bleiben

Eventuell greifst du ergänzend auf den guten, alten CB- oder PMR-Funk zurück, um dich mit deinen Freunden zu verständigen und so stets auf dem Laufenden zu bleiben. Dafür brauchst du wieder mal Batterien, Batterien, Batterien! Inzwischen gibt es natürlich auch akkubetriebene Geräte, doch auch dem wiederaufladbaren, jüngeren Bruder der Batterie geht irgendwann einmal der Saft aus. Was hilft in diesem Fall am besten? Eine solarbetriebene Powerbank, die den ganzen Tag über in der Sonne liegen kann, um auch für nächtliche Aufladungen genug Energie bereitzuhalten. Besorge dir vorzugsweise ein leicht verstaubares, mobiles Aufladegerät, welches du überall mit hinnehmen kannst. So sicherst du dir die Möglichkeit, zur Not auch mitten im Wald ein Funkgerät oder Handy aufzuladen.

Auch die Taschenlampe kann zur Kommunikation dienen

Im Notfall kann auch eine Taschenlampe als Kommunikationsmittel dienen, wenn sämtliche anderen Stricke reißen. Abgesprochene Blinkzeichen kündigen Gefahren an oder signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Von Nachbar zu Nachbar lässt sich das gut arrangieren, oder auch, wenn du und deine Freunde verschiedene, nah beieinanderliegende Verstecke besetzen. Wahrscheinlich wirst du die praktische Leuchte ohnehin bereits für deine Notausrüstung eingeplant haben, denn wie sonst willst du dich im Dunkeln zurechtfinden, wenn sämtlichen anderen Beleuchtungsarten ausgefallen sind?

Zum Überleben braucht es vor allem Nahrung, Wasser und Wärme: Wir blicken mit diesem kurzen Ratgeber ein Stück weit über die existentiellen Notwendigkeiten hinaus, denn schließlich können in Krisenzeiten auch Kommunikation und Unterhaltung wichtig sein. Mit der entsprechenden Ausrüstung gelingt es zwar immer noch nicht, sich auf den Notfall zu freuen, doch das Sicherheitsgefühl verbessert sich immerhin noch ein gutes Stück. Selbst dann, wenn die ganz große Katastrophe (hoffentlich) niemals eintritt.