Krisenvorsorge – seid Ihr für einen Notfall gerüstet?

krisenvorsorge

Vor einiger Zeit erneuerte die Bundesregierung die Hinweise auf die Krisenvorsorge und empfahl einen Blick auf die Listen für die Notfallvorsorge. Viele Menschen haben lediglich kurz aufgeschaut, einige haben sich immerhin über Panikmache beschwert, viele User haben sich lustig gemacht, die meisten Menschen haben diese Meldung jedoch vollständig ignoriert. Das erklärt, warum immer noch 95 Prozent aller Bundesbürger nicht für einen Notfall gerüstet sind. Lediglich fünf Prozent der Bürger haben ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser als Krisenvorsorge im Haus.

Hamsterkäufe und Krisenvorsorge

Trinkwassertank
In vielen Ländern stehen Trinkwassertanks auf den Dächern der Wohnhäuser

Mit der Empfehlung von Hamsterkäufen sollte das Thema Krisenvorsorge durch den Innenminister eigentlich wieder in den Fokus gerückt werden. Doch die Krisenvorsorge wurde dank einer etwas ungeschickten Wortwahl nur verlacht. Immerhin waren Hamster wieder ein beliebter Artikel in den Zoohandlungen. Aber Spaß beiseite, denn das Thema Krisenvorsorge ist durchaus ernst. Ihr solltet Euch aber nicht durch wilde Gerüchte und Spekulationen verunsichern lassen, sondern lieber Notfallrationen, Trinkwasser und einige wichtige Dinge für die Krisenvorsorge bereithalten. Denn dann habt Ihr bei einem kleinen oder großen Notfall die Nase vorn.

Keine Panik – Einkauf aufstocken

Es geht erst einmal nicht darum, warum die Bundesregierung diese Warnung ausgesprochen hat. Die Spekulationen über einen neuen kalten Krieg, eine drohende Kriegsgefahr oder einen besonderen Katastrophenfall sind unsinnig. Die Notfallvorsorge für einen Krisenfall ist es nicht. Zunächst geht es um zehn Tage, die jeder Haushalt ohne Einkauf überbrücken können sollte.

Die Gründe für einen Krisenfall können schließlich vielfältig sein. Es muss nicht gleich eine weltumspannende Katastrophe ausbrechen, damit Ihr nicht einkaufen gehen könnt oder wollt. Mit einer gesunden Krisenvorsorge könntet Ihr zum Beispiel einer drohenden Grippe aus dem Weg gehen.



Vielleicht wollt Ihr Euch einfach nur kurz vor einer tollen Urlaubsreise nicht irgendwo anstecken? Dann ist ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln wie ein Sicherheitsgurt. Den Gurt legen wir inzwischen ebenfalls ganz ohne nachzudenken an. Der erste Schritt für die Krisenvorsorge ist daher ein etwas reichhaltigerer Einkauf und eine Aufstockung der Lagerbestände.

Krisenvorsorge gibt Sicherheit zurück

KerzenIhr könnt nur richtig agieren und sorglos leben, wenn Ihr Euch auskennt. Unnötige Sorgen werden durch umfassende Informationen einfach weggewischt. Wir zeigen Euch daher in unseren Listen, welche Lebensmittel Ihr wirklich benötigt. Außerdem zeigen wir Euch, wie Ihr die Lebensmittel und das Trinkwasser praktisch lagern könnt.

 

StreichhölzerNeben Lebensmitteln und Trinkwasser sind die Dinge des täglichen Lebens im Fokus. Viele Menschen kaufen zum Beispiel Kerzen, vergessen jedoch die Streichhölzer. Bereits an diesen kleinen Dingen sieht man anschaulich, wie ungewohnt das Thema Krisenvorsorge in den letzten Jahren für uns war. Das die Regierung das Thema seit 1989 also im Herbst 2016 zum ersten Mal wieder auf den Tisch brachte, sollte höchstwahrscheinlich keine Panikmache sein, sondern es war einfach allerhöchste Zeit, nach so vielen Jahren wieder an die Krisenvorsorge zu denken.

 

Das tägliche Leben – anders als man denkt

batterienKrisenvorsorge bedeutet nicht nur Lebensmittel und Trinkwasser zu horten. Medikamente, Batterien oder die bereits genannten Streichhölzer sind ähnlich wichtig. Ebenfalls gern übersehen werden unsere geliebten Haustiere und damit sind wieder nicht nur die Hamster gemeint. Chronisch Kranken wird außerdem empfohlen, nicht erst in letzter Minute ein neues Rezept vom Arzt zu holen, sondern sich eben mindestens zehn Tage vor dem Ende des Vorrats mit neuen Medikamenten zu versorgen.

 

Bei manchen Medikamenten mag das schwierig sein, da die Haltbarkeit begrenzt ist. Allerdings solltet Ihr dann rechtzeitig Euren Arzt nach einer Alternative für die Krisenvorsorge fragen. Oft gibt es Medikamente, die vielleicht im Normalfall nicht ausreichend optimal sind, für die Krisenvorsorge jedoch als Ersatz akzeptabel.



Unangenehme Fakten und die Krisenvorsorge

Trotz aller Vorsicht, den schmalen Grat zwischen einer normalen Krisenvorsorge und Panikmache nicht zu überschreiten, muss leider auch auf die unangenehmen Aspekte hingewiesen werden. Wie gesagt, bisher haben sich nur etwa fünf Prozent der Bundesbürger an den Rat der Regierung gehalten und ihre Krisenvorsorge auf ein vernünftiges Maß angehoben. Was passiert also, wenn diese Mitmenschen nach einigen Tagen keine Lebensmittel mehr haben? Nein, Ihr sollt Euch ausdrücklich nicht bewaffnen. Ein ungeübter Waffenbesitzer ist durch seine eigene Waffe stärker gefährdet als durch einen Angreifer.

PfeffersprayAber die Sicherheit des Hauses oder der Wohnung kann leicht durch einige wenige Vorkehrungen erhöht werden. Zusätzlich kann natürlich etwas Pfefferspray das Gefühl von Sicherheit unterstützen. Aber auch hier ist es wichtig, sich ausgiebig mit der richtigen Benutzung vertraut zu machen! Die beste Variante wird es aber immer sein, das Wohnumfeld sicher und für Fremde unzugänglich zu gestalten.

 

 

Bundesregierung sorgt vor

Krisenvorsorge für den Bevölkerungsschutz

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BKK, sorgt im Namen des Staates für jeden Bürger vor. Für jeden Bundesbürger steht eine gewisse Menge an Lebensmitteln und Trinkwasser bereit. Auch Medikamente, Feldbetten und Notunterkünfte werden vorgehalten. Die ehemaligen Luftschutzbunker sind jedoch aufgegeben worden, da sie ohnehin keinen vernünftigen Schutz gegen moderne Waffen bieten können. Im Katastrophenfall ist es aber wichtig, sich nicht allein auf das BKK zu verlassen. Schließlich kann es durch die jeweiligen Umstände eine Weile dauern, bis jeder Bürger mit den staatlichen Vorräten versorgt werden kann.

Bei uns wird es zwar hoffentlich nicht so furchtbar kommen, doch in New Orleans benötigte der Heimatschutz 2005 genau zehn Tage, um Trinkwasser zu allen Eingeschlossenen der Flutkatastrophe zu bringen. Das wäre aber zufällig genau die Zeit, die hier in Deutschland für die Bevorratung bei der Krisenvorsorge empfohlen wird.



Auf der Webseite des BKK könnt Ihr Euch außerdem eine App herunterladen, die im Katastrophenfall eine Warnung sendet. Diese lässt sich sogar für verschiedene Regionen oder Ortschaften einschalten, an denen Ihr Euch am häufigsten aufhaltet. Die App gibt es kostenlos für iOS oder Android.