September 13

Pflanzliche Notnahrung: Survivalwissen für Extremsituationen

19,95

Kategorie:

Beschreibung

Taschenbuch

Nachtkerze, Rohrkolben, Brennnesselsamen, Große Klette, geröstete Löwenzahnwurzeln: Allein in Mitteleuropa gibt es mehrere Tausend essbare Wildpflanzen. Vergangene Generationen haben sich über Jahrtausende von nahrhaften Pflanzenteilen ernährt und so ihr Überleben gesichert. Viele Pflanzen sind zudem als Heilpflanzen bekannt, die seit langem zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Dieser Ratgeber vermittelt dem botanischen Laien ein System, das es ihm ermöglicht, sich im Notfall ohne Bestimmungsbuch in unterschiedlichen klimatischen Zonen sicher von Pflanzen zu ernähren

Das ist mit Abstand das beste Buch zum Thema pflanzliche Notnahrung, das ich jemals in der Hand hatte. Wer ein reines Bestimmungsbuch sucht, ist mit anderen Büchern besser beraten. Dieses Buch vermittelt einem das Wissen die meisten essbaren Pflanzen dieser Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit als solche zu identifizieren. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will. Dabei muss das Buch durchgearbeitet werden

Wer an gesicherten Grundlagen über die Verwendbarkeit von Pflanzen interessiert ist, für den ist dieses Buch „Gold“ wert.
Es informiert, welche Pflanzenfamilien bedenkenlos verwendet werden können, und welche man lieber grundsätzlich meidet.
Es werden einige leicht erkennbare und kaum verwechselbare Familien vorgestellt, bei denen man (mit genügend Vorkenntnis!)
kaum einen Fehler machen kann. Aber man sollte wirklich Interesse an der Botanik mitbringen, um sich die Systematiken und Vorschläge des Autors auch grundlegend zu verinnerlichen. Dazu sollte man das ganze Buch bestimmt 2x durcharbeiten.
Ich persönlich hätte 10 – 20 zusätzliche Bilder von Pflanzen im Buch aufgenommen, dadurch könnte es noch an Klarheit gewinnen.
Aber als Fazit: sehr gut recherchiert und zusammengestellt, das Thema ist wirklich umfassend behandelt

Das Buch ist in Dauerbenutzung. Man findet wirklich sehr viel und ich mag die nützlichen Kategorisierungen, z.B. dass man von bestimmten Pflanzenfamiien einfach besser die Finger lassen sollte, weil die ungiftigen Vertreter wegen der Verwechslungsgefahr mit den giftigen den Aufwand nicht lohnen.

Auch wenn seinen Büchern vielleicht der Witz und Charme des großen Meisters Nehberg fehlt, sind diese unbedingt zu empfehlen.

Denn Witz und Charme sind ein toller Zusatz, aber bei Survivalbüchern bestimmt kein muss. Was die Praxistauglichkeit und genaue Beschreibungen angeht, sind die Bücher von Vogel um einiges besser als die vom „Altmeiser“.

Ich bin ebenfalls wie der Autor Biologe und habe da natürlich von Anfang an einen ganz anderen Zugang zu dem Thema Wildpflanzen. Ich denke aber, dass auch Laien sich gut darin zurechtfinden und mir gefällt seine kritische und durchdachte Herangehensweise.

Der Titel lässt nicht gerade darauf schließen, aber dieses Buch unterscheidet sich völlig von diversen „Survivalbüchern“ zum gleichen Thema. Der Autor ist Biologe mit reicher Outdoorerfahrung, Sie finden ihn auch bei youtube, um sich ein Bild machen zu können.

Unter „Survivalwissen“ könnte man vielleicht verstehen, dass man sich durch das Buch schmökert, und im Fall der Fälle dann den Gefleckten Bachknöterich erkennen und verspeisen kann, weil die Knollen genießbar sind. Wer auch nur einmal mit realistischer Weltsicht durch den Wald gegangen ist, und sich nach Essbarem umgesehen hat, weiß, dass kein Buch solche Ansprüche erfüllen kann. Das Buch räumt auch Halbwissen oder irreführende Informationen aus der, ich sag mal, Trivialliteratur zu dem Thema aus. Solche Trivialliteratur eignet sich für Pfadfinder, die Freude daran haben, Eichelkaffee zu kochen, nicht aber für Situationen, wo man auf Nahrung tatsächlich angewiesen ist. Meiner Ansicht nach sind manche solcher Bücher sogar gefährlich, weil irgendwo zwar steht, dass man auf die „Informationen“ nur dann zurückgreifen sollte, wenn man ansonsten sowieso an Hunger stirbt, aber das kann leicht untergehen. Im Epilog dieses Buches steht: „Ein einfaches System für Laien gibt es nicht“, and that’s it, auch wenn andere Bücher das anders sehen

Das Buch ist ein Arbeitsbuch: Das Wissen muss man sich mit Hilfe dieses Buches erarbeiten, und das geht nicht am Schreibtisch oder bei einem Volkshochschulkurs, sondern nur, indem man die Inhalte in der Natur nachvollzieht. Es werden darin nicht lexikalisch verschiedene Nahrungsquellen beschrieben (Eichelkaffee, Hagebutten,…), sondern das ist eine meines Erachtens hochschultaugliche Einführung in die Botanik mit besonderer Berücksichtigung der Verwertbarkeit als Nahrungsmittel.

Besonders schwierig ist die Lektüre für mich nicht, abgesehen vom eher kleinen Druck und den knappen inneren Seitenrändern. Im Gegenteil: Das Thema ist sehr kompliziert und lässt sich eben nicht mit einem Kompendium abhandeln. Herr Vogel hat ausgezeichnete didaktische Fähigkeiten, das so aufzubereiten, dass es verständlich wird. Ich habe Biochemie studiert, und das Wenige an Botanik, dass dabei vonnöten war, hat mich abgestoßen: Das war „Telefonbuchwissen“, wie ich das zu nennen pflege, lexikalisches Auswendiglernen von Fakten statt Zusammenhängen. Dieses Buch geht den umgekehrten Weg, von den Zusammenhängen zu den Fakten, und was die Fakten betrifft, werden auf ca. einem Viertel der Buchseiten die als potentielle Nahrung wichtigsten Familien beschrieben. Der Gefleckte Bachknöterich ist nicht darunter, denn den hab‘ ich erfunden 🙂

Zum Inhalt: Da wird m.E. wirklich alles zu dem Thema besprochen. Ich kann hier schwer das Inhaltsverzeichnis abschreiben, aber das ist definitiv kein reines „Botanikbuch“: Themen wie Zubereitung, Erntehilfsmittel, etc. werden ebenso ausführlich behandelt.

Ich habe das Buch gerade rechtzeitig zu meinem Urlaub erhalten, und es bereitet mir viel Freude, das eine oder andere Wissen darin in der Natur umzusetzen, weil es dann zur Erkenntnis wird

Besser als ein Pflanzenbestimmungsbuch, wo ein Foto der Pflanze abgebildet ist und daneben ein Text mit Informationen.
Der Autor erklärt grundlegende und universelle Erkennungsmerkmale essbaren Pflanzen. Ob das ganze so weltweit einsetzbar ist, kann ich selbst erstmal nicht beurteilen. Wäre aber cool.

Kein Buch, das man mal eben schnell im Bett liest. Hier geht es um komplexes Wissen, das für den Laien gut und übersichtlich aufbereitet ist. Meine klare Kaufempfehlung für alle die das gelesene direkt in der Natur umsetzen wollen!x



Veröffentlicht13. September 2018 von MAyKAy in Kategorie "

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